Kemping Pansionat Yubileynyy Tag 2

Die Nacht war vom Meeresrauschen und rascheln der Bäume im Wind erfüllt. Ich wache schon um 6:30 auf und möchte ans Meer schwimmen, bevor ich duschen gehe. Aber es Stürmt am Meer richtig stark, es fühlt sich wie ein Sandstrahler an.

Gestern

Heute Morgen

Heute Abend

Der Sand wird vom Wind weggeblasen und türmt sich neu auf.

Deshalb ist heute TenderLoveCare Tag. Erst ich, exessive Duschen, Maniküre und Pediküre dann Rosali.

Rosali bekommt 11 mal je 10l Giesskannen voll Wasser für den Frischwassertank. Damit hat Rosali wieder 150l an Bord. Scheibenreiniger wird aufgefüllt und Ölstand gemessen, es ist fast kein Verbrauch an Öl zu erkennen, immer noch zwischen ein Drittel- und Halbvoll.

Die Halterung des Motorraumdeckelhalters hat sich wohl verabschiedet.

Deshalb versuche ich es mit einer Büroklammer, werde es nach 50km, wenn ich die Vorderräder nachziehe noch mal überprüfen, ob es hebt, oder mir was anderes überlegen.

Ich finde noch zwei Stecker, die wohl für den Anhänger gedacht sind. Keine Ahnung was es genau ist

Rosali ist ein Massenmörder an Fliegen und trägt einen ganzen Friedhof mit sich herum.

Deshalb benutze ich die Zeit und geh mal mit dem Schwamm und Wasser an die Arbeit. Jetzt sieht es schon viel besser aus 😉

Es hat wirklich etwas gutes, wenn man der einzige Camper ist. Keiner Beschwert sich, dass man Autos nicht waschen darf 😉 und Kamel ist es egal 😉

Ich gehe frühzeitig in die Stadt, was nur 300m Fussweg ist, da heute noch um 18Uhr Regen kommen sollte.

Ich gehe wieder lecker essen für 8€ und zum Nachtisch gibts für 1€ ein süsses Stück frisch aus dem heissen Fett 😉

Auf dem Heimweg kaufe ich noch 4 mal 5l Trinkwasser ein. Klingt nach viel, aber ich verbrauche am Tag etwa 4-5l für Tee, Kaffee oder einfach kaltes Wasser aus dem Kühlschrank.

Um 18Uhr geh ich nochmals zum Strand, der Wind hat eine kräftige Brandung erzeugt.

Und um 18:45 setzt der Regen heftig ein und ich eile die 150m zurück zu Rosali.

Der Regen ist ein richtig starker Landregen und dauert nur 30min. Danach ist der Wind komplett weg und die Abenddämmerung zeigt sich.

Ich hoffe der Regen kühlt etwas herunter, gestern Nacht war es für mich fast zu warm.

Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich morgen noch ein Tag hier bleibe, oder auf die Krim weiter fahre. Ich habe mir ein paar Punkte aufgeschrieben, die ich gerne anfahren möchte, aber so schön wie hier wird es wohl nirgends mehr sein. Mal schaun 😉

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Kemping Pansionat Yubileynyy

Die Nacht war gut, ausser zwei Katzen die ein Revierkampf? ausgetragen haben, war es sehr still. Ich bin schon um 6:30Uhr wach. Trinke einen Kaffee und mach mich zu den Klippen auf.

Mein Stellplatz letzte Nacht

Meine Reifen machen mir etwas Sorgen und ich Frage Marcel um Rat.

Der nächste Campingplatz ist nur 1h entfernt. Sind nur 8km Luftlinie, aber der Weg geht durch die ganze Stadt zum Berufsverkehrszeit.

Ich finde den Campingplatz schnell, aber es dauert eine Weile bis jemand ausser der Törwächterin kommt. In Russland hat wohl jeder seinen Job und macht nichts anderes 😉

Ich parke ein und da sehe ich ein Kamel. Ja, keine rosa Elefant mit gelben Punkten, kein Chinaman, nein ein Kamel 😉

Gleich darauf überrascht mich die russische Improvisation wieder mals. Ein Grosser schleppt den kleinen Rückwärts die Dünen hoch 😉

Es gibt noch einen zweiten Camper auf dem Platz, ich gehe kurz vorbei und stelle mich vor. Er ist wirkt nicht sehr beeindruckt, was solls….

Keine 10min später kommt er, Eduart? mit dem Händy an und wir quatschen über alles mögliche. Eduart ist auch deutscher Abstammung, seine Familie musste nach Sibirien, seit der Öffnung dürfen sie wieder zurück in ihre Heimat. In Russland leben etwa 1.5mio mit Deutscher Abstammung. Wieder was gelernt 😉

Nach 30min hole ich den zweiten Camping Stuhl raus und bitte ihm Platz an. Das Gespräch wird immer besser und wir beide haben freut über Camping und Russland zu schwätzen 😉

Er hilft mir neue Vorderreifen für Rosali zu organisieren und ich lade ihn und seine Frau zum Abendmahl ein.

https://saschawill.home.blog/2019/09/17/neu-vorderreifen/

Leider muss er heute Abreisen. Ich frage ihn noch nach seiner eMail, ich würde gerne mit ihm in Kontakt bleiben. So lieb und herzlich 😉

Der Strand ist sehr nahe und der Campingplatz hat einen eigenen Zugang zum Meer.

Ich gehe Schwimmen und anschliessend exzessive duschen. 😉

Von der Düne zu Rosali und zum Meer

Nach dem Sonnenuntergang

gehe ich in die Stadt. Alles bunt und beleuchtet. Es erinnert mich an Spanien in den 80er

Alles etwas gemischt 😉

Ich gehe die Strasse hoch und esse lecker für 3.50€ 😉

Es hat noch 21°C, nachts soll es auch nicht unter 20°C werden, laut Vorhersage 😉

Ich mache noch auf dem Rückweg einen Nachtspaziergang am Strand. Es ist sehr windig, aber auch sehr warm.

Meeresrauschen und Wind, den ganzen Campingplatz für mich allein. Schöne Welt 😉

Neu Vorderreifen

Nachdem ich meine Vorderreifen

mit den Hinterreifen

verglichen habe, frage ich Marcel, der sich um alles Technische an Rosali kümmert und mein vollstes Vertrauen geniesst um seinen Rat:

Guten Morgen Sascha,

der Vorderreifen hat sichtlich die empfohlene Sommerreifen Mindestprofiltiefe von 3mm erreicht.
bei nasser Fahrbahn kann der Reifen nicht mehr so viel Wasser verdrängen und es kommt früher zu Aquaplaning.
Wenn du noch ca 7500km fährst würde ich dir empfehlen die zwei Vorderreifen wechseln zu lassen.

zur Erläuterung ein Bild im Anhang.


freundliche Grüße und noch eine gute, unfallfreie Reise
Marcel Kelldorfner

Es ist gut, wenn man sehr gute Leute hat, die einen sehr schnell Fragen kompetent beantworten.

Da Eduard, der russische Hymer Camper, sich angeboten hat, mir den nächsten Geldautomaten zu zeigen, möchte ich auch gleich die Reifen wechseln.

Während ich Geld abhebe, ist er, alle Garagen, am Abtelefonieren. Mir ist wichtig, dass die Qualität gut ist, so fahren wir gleich von da mit dem Taxi zur Garage.

Die Garage sieht gut aus.

Reifen hat er auf Lager und einer kostet 5750₽ (ca. 80€) inclusive Montage. Ich könnte gleich vorbei kommen mit Rosali. Eduard organisiert das Taxi für zurück, klasse Mensch!

Vor allem, wenn man bedenkt, dass keiner die Sprache des anderen kann und alles über Googletranslate geht. 😉

Ich fahre mit Rosali zur Garage und die Jungs machen sich sofort ans Werk:

Auswuchten

Respekt, die Jungs wissen was sie machen.

Montage mit vollen Körpereinsatz

Und das sind die neuen Vorderräder:

Die Reifen kann ich mit Kreditkarte bezahlen. Einen Kaffee gab es auch noch dazu. 😉

Anapa am Schwarzen Meer

Die Nacht war total still, nichts zu hören. Ich habe 9h geschlafen und bin kurz vor meinem Wecker um 7Uhr aufgewacht. Zwei Kaffee getrunken, die Frontscheiben von Rosali geputzt, noch ein Loch in meinen Gürtel gebohrt und mir den nächsten MTS Laden, ca. 15km entfernt, herausgesucht.

Zwei Sachen vergesse ich oft beim Abfahrtscheck, den Kühlschrank zu verriegeln und die hintere Dachluke zu zumachen. Der Rest ist schon im Blut 😉

Ein Arbeiter und die Frau gegenüber grüsst mich noch kurz als ich Abfahrtsbereit bin. Ade Don Kosake, da hab ich mich wohl gefühlt 😉

Ich fahre den Parkplatz neben dem MTS Laden an, aber der ist wohl zum Markt umfunktioniert worden. Gegen über ist eine Seitenstrasse mit Schrägenparkplätzen, für Rosali zu kurz, also stelle ich mich auf die andere Seite. Autos kommen noch durch.

Ein Russe kommt auf mich zu und macht mit den Fingern eine Schere nach. Ich zucke mit den Schultern, Parkwächter? Ich schau mich um ob es ein Parkautomaten gibt, oder wo man immer auch Parktickets kaufen kann. Finde natürlich nichts.

Ich geh über die Strasse und sehe den Russen am Autohantieren. Parkplätze sind auch oft kleine Werkstätten. Jetzt geht mir auch ein Licht auf, er wollte sich von mir eine Zange leihen 😉

Ich finde den MTS Laden, keine 10m von mir entfernt und lade auf jede SIM gleich 1000₽ auf. Das sollte jetzt die nächsten zwei Wochen reichen.

Wenn ich schon einen Markt sehe, dann geh ich auch mal durch und kaufe mir ein paar Süsseschnitten für 60₽ (85cent), einen Kaffee für 25₽ (35cent) und einen Sekundenkleber für 45₽ (50cent). Ich bekomme das grosse Grinsen, hier haben noch keine Touris die Preise kaput gemacht 😉

Eine Bank finde ich auch, aber meine CH Karte mag er nicht. Habe ja noch über 3000₽ in Bargeld. Im Supermarkt kaufe ich noch zwei mal 5l Wasser für 156₽ (etwa 2.20€). Wasser ist immer gut für Tee und Kaffee und auch zum Fahren hab ich immer eine Flasche Kaltes Wasser neben dem Fahrersitz stehen.

Weitergehts auf der M4 und tanke noch einmal Voll.

Irgendwie findet mein Navi, dass es eine schnellere Route gibt. Ich verlasse mich ja fast zu 100% auf das Ding. Ich sehe auf der Strecke viel Rauch, vermutlich wird da Unkraut vernichtet.

Die Fahrt ist gut, erstaunlich wie schnell man sich an den Verkehr gewöhnt 😉 Wenn man genauer hinsieht, fährt der Russe sehr defensive-es könnte ja ein anderer Russe ihm entgegen kommen, der genau so wie er fährt 😉 Und er hält sich an die Geschwindigkeitlimits, wenn Kameras oder Polizei da steht 😉 Auch Fussgänger werden über die Strasse gelassen, wobei der Fussgänger etwa so ängstlich wie ein Hase über die Strasse rennt 😉

Polizei hab ich jetzt schon so viele gesehen und ich warte immer noch darauf mal heraus gewunken zu werden, aber bis jetzt alles okay 😉

Ich komme an dem Schwarzen Meer an.

Genauer gesagt, 60m über dem Meer. Da gehts nämlich senkrecht nach unten 😉

Noch ein Denkfehler von mir, ich dachte die Pension ist ständig besetzt und ich kann jederzeit mich anmelden. Falsch gedacht 😦

Jetzt stehe ich als Freicamper neben an, auch egal, dann gehts morgen früh direkt an den nächsten Campingplatz, ich brauch mal wieder eine Dusche und Frischwasser sollte ich auch wieder auffüllen 😉

Dafür geniesse ich noch den Abend am Kliff.

Und geniesse den Zander mit Reis aus dem Kühlschrank 😉

22Uhr und ich bin müde. Morgen muss ich nur 1h zum Campingplatz fahren, wenn der nichts ist, dann gehts zum nächsten Campingplatz, habe vom Wohnmobil Joker eine super Liste bekommen 😉

Mittwochs solls Regnen, ob Land- oder Seeregen, kann ich noch nicht abschätzen, aber dann möchte ich einen guten Campingplatz haben, wo ich einen ganzen Tag mal nichts mache 😉

Guts Nächtle 😉

Kosaken Don Tag 3

Des Campers Fluch sind Regen und Besuch. Regen geht noch…

Gestern kam erst ein älterer mit einem jüngeren Mann vor bei, wollte wohl gastfreundlich sein und mir den gestern destillierten und über Nacht angesetzten Schnaps mir anbieten. Aber die Geschichte vom Arzt, Tabletten und deshalb kein Alk, versteht der Russe sogar auf Deutsch 😉

1min später kam seine Tochter und hat sich bei mir auf englisch für ihren betrunkenen Vater entschuldigt und beide mit genommen. 5 mal Hände geschüttelt, man will ja nett sein 😉

Gleich darauf die Tür zugemacht, bevor der nächste ankommt 😉

Halbe Stunde später, klopf klopf, Tür auf und Mann mit Flasche und Tüte in der Hand draussen. Ich denk schon, nicht schon wieder…

Falsch gedacht 😉

In der Flasche ist Limo und in der Tüte leckeres Essen:

Bevor ich es richtig begreife ist er auch schon wieder in der Dunkelheit entschwunden. Ich kann nicht mal genau sein Aussehen beschreiben um mich bei ihm morgens zu bedanken. – WOW! Ich bin sprachlos 😉

Futter in den Kühlschrank und ich ins Bett 😉 Die Nacht war gut und sehr ruhig.

Mein Wecker geht um 7, aber der Wetterbericht fehlt. Ich schau kurz nach, ja die SIM im Router hat ihr Datenlimit erreicht.

Ich muss wieder aufladen gehen. Habe ja noch die SIM im Händy, alles gut.

Ich wollte mir heute sowieso das Dörfchen anschauen. Früher mal die Hauptstadt der DonKosaken. Ist nur 800m entfernt und ich gehe zu Fuss. Zu Fuss kann ich mehr sehen, hören und fühlen – ich gehe gerne in Ecken, wo selten ein Turi hingeht. Fassaden interessieren mich nicht, ich möchte die Geschichte eines Gebäudes anhand des Hinterhofs erzählt bekommen.

Auf dem Weg finde ich klare und leicht zu verstehende Warnschilder. Daran hält man sich doch gerne 😉

Die Strassenschilder sehen ganz neu und sehr modern aus. VbaiD 😉

Ich gehe zur St. Donskoy Monastery Starocherkassk:

Infos unter https://en.m.wikipedia.org/wiki/Starocherkassk_Cathedral
Als ich eintrete, ist gerade ein Gottesdienst, ist ja Sonntag und so verschieden sind die römisch katholische und russisch orthodoxe Kirche auch nicht. Katholiken Knien mehr, dafür haben die Orthodoxen nichts zum hinsetzen 😉

Ich geniesse den Gottesdienst im kleinen Rahmen, denke keine 100 Leute passen da rein. Bilder mach ich natürlich keine.

Draussen trinke ich einen leckeren Tee, spricht sich „chei“. Der konzentrierte Tee wird mit heissen Wasser auf Holzofen aufgefüllt und auf Wunsch auch mit kalten Wasser wieder mundgerecht abgekühlt. Kostet 50₽, etwa 80cent

Wenn ich denke, dass ich in Basel 4.50CHF zahle für Beuteltee und auch der Bedienung erklären muss, dass ich ihr 5CHF gegeben habe und ich 50 Rappen Retourgeld haben möchte, so möchte ich lieber hier bleiben 😉

Das Haus ist kein Museum, sondern bewohnt 😉

Ich finde noch eine Ausstellung für 200₽, keine 3€ in der ich fast 4 Stunden verbringe.

Das sieht doch genau wie ein Fort aus, im billig Western 😉


Die Ausstellung selber:

Arabische Ziffern auf einer Sonnenuhr. Die 12 finde ich speziell…


Zur Stärkung gibt es Schaschlik, aber anders wie bei uns und für 510₽, etwa 8€.


Auf dem Heimweg finde ich wieder was interessantes und bin froh, dass es nicht mehr lebt – ich wäre fast drauf gestiegen ;-(


Ich gehe am Abend noch im Don schwimmen, meine Haare haben es nötig und die Sonne wärmt sehr schnell. Bei Sonnenuntergang brennt der Himmel, oder die Sonne erstrahlt den Staub 😉

Ich liebe den Platz 😉

Kosaken Don Tag 2

Heute brauch ich einen Tag Pause und beschliesse hier zu bleiben.

Die Nacht war sehr ruhig und ich habe gut geschlafen. Es ist Vollmond und das merke ich meist an einen unruhigen Schaf und das Bedürfnis den Mond an zu heulen 😉

Ich mache mir Kaffee und staubsauge, der Wind bläst Staub überall hin, oder ich Schleppe sehr viel Staub ein. Vermutlich beides. Mit blossen Auge ist alles sauber, aber nach 10min Saugen ist der Staubsauber 2cm hoch mit Staub gefüllt.

Um 10Uhr frage ich den Guard, ob ich mir ein Ticket für den Strand kaufen kann. Er verkreuzt die Arme und ich denke schon oh je. Aber das heisst wohl nichts zahlen und er lässt mich umsonst an den Strand. 😉

Es kreist eine Scharr von Raben über mir, Hitchcock hätte seine Freude.

Auch ein Russischer Heli dreht seine Runden

Die Schiffe sind sehr nah am Ufer, aber man hört sie kaum.

Gegen Mittag kommt ein Turi bus, dafür stehen vier Folklore Sänger bereit. Für mich gibts ein extra Lied, bin wohl die zweite Attraktion hier 😉

Den Nachmittag verbringe ich am Strand des Dons. Wenn man immer an knappen Bikinis denk, denkt man immer an Brasilien. Aber in Russland ist es auch nicht anders 😉

Auf der einen Seite geht die Sonne unter und auf der anderen Seite geht der Mond auf.

Es ist noch nicht mal 20Uhr, aber ich bin schon müde.

Was morgen ist weiss ich noch nicht, würde gerne noch einen Tag hier verbringen. Wetter soll bis Di schön bleiben, es war eine gute Entscheidung in den Süden zu fahren.

Bis jetzt hatte ich nur einen Tag regen in StP 😉

Kasaken Don

Heute Nacht hat mich der fast Vollmond geweckt. Gegen 2 Uhr hat der Mond ins Fenster geschaut. Sieht vom Bett so aus

Der Wecker begrüsst mich um 7Uhr mit dem Wetterbericht, ich liebe die IT 😉

Ich schnappe mir Bademantel und Handtuch und geh an den Fluss schwimmen. Schön so allein am morgen 😉

Da nach gehts direkt zum Duschen. Ausgiebige wie immer 😉 Fast hätte ich die Zeit vergessen um 9Uhr gibts im Kaffee für mich Frühstück:

Natürlich kostet es wieder nichts 😉 Ich kann den Platz nur bestens Empfehlen! Wenn ich nicht der einzigste Gast wäre würde ich viel länger bleiben, aber ich möchte meinen Gastgebern auch nicht auf die Last fallen. Beim zurück gehen zu Rosali, kommt noch ein Guard und gibt mir zum Abschied die Hand. Sehr sehr nett alle 😉

Weiter gehts auf der M4 Richtung Süden. Die Strasse ist Recht gut, aber Überholt wird von Rechts und Links, aus 2 Fahrstreifen mit Gegenverkehr wird auch gern mal 4 Spuren gebildet. Der Langsamere weicht auf die Standspur aus, dafür bedankt sich der Überholer mit kürzen Warnlicht zeichen. Es funktioniert irgend wie und ich versuche einfach mit zu schwimmen 😉

Mein Navi Magic Earth, schickt mich 7km auf eine schlechte Strasse. Ich lerne daraus, dass man dem Navi nie blind vertrauen sollte.

Merke: gibt es eine befestigte Strasse und eine unbefestigte Strasse, dann nimm immer die Befestigte, egal was das Navi sagt!

Der Campingplatz ist wohl am Umbauen und ich kann am Parkplatz parken. Dafür gibts extra für mich Essen im Kaffee.

So soll es wohl in Zukuft aus sehen:

Ein Russe kommt im Deutschland Tshirt vorbei. Es ist schön, dass sich zwei Welten treffen! 😉

Es erstaunt mich immer wieder, was für Einstellung die Russen zu den Türken und vor allem zu den Flüchtlingen aus Syrien haben… keine Gute und die Hand fährt über die Kehle…

Vor dem Essen, mach ich noch ein paar Fotos

Der Fisch, Zander, ist für 20min im Ofen und ich werde zum Kosaken 😉

Nebenbei wird noch in der Küche Destiliert 😉

Essen gut alles gut 😉

Es gibt auch noch ein Kosakenlied, der Sänger ist etwas verstimmt 😉

Etwa 16€ mit viel Unterhaltung und er fährt mich mit seinem Geländewagen auch wieder zu Rosali zurück, inklusive öffnen des Tores mit dem Auto 😉

Jetzt weiss ich auch warum der Campingplatz geschlossen ist. Mit Rosali wäre ich nie über die Pontonbrücke gekommen.

Morgen gibts um 13Uhr Mittag.

Ich bin voll und Hunde müde 😉

Sosnovyy Bor

Heute morgen nach einer herrlich ruhigen Nacht, bewacht von 2 jungen Hunden und einem Guard, leere ich meine Toilette ins Dixi und packe alles zusammen.

Der Abschied fällt mir schwer, ein sehr sehr schöner Platz. Ich teile meine Wurst mit den 2 Hunden und überlasse ihnen auch noch den Schuh. Der zweite ist immer noch verschwunden 😉

Und mache mich auf nach zum nächsten Camping Platz, heute möchte ich mal früher ankommen und es sind nur 2-3h.

Baustellen werden von den Russen mit befahren, was geht, wird auch gemacht 😉

Ich komme schon um 14Uhr im Campingplatz an, leichte Diskussionen am Tor, aber 500₽ und ich habe meine ‚Plaketta?‘

Der Sicherheits Wächter weisst mir meinen Stellplatz an und hat sichtlich Freude an mir.

Ich gehe schwimmen und Duschen. Das Cafe ist leider geschlossen.

Nach einer Stunde kommt der Guard wieder vor bei und sagt, essen jetzt kommen…

Ich gehe zum Cafe, daneben sitzt der Chef? Alexander und winkt, ich darf mit den lokalen speisen – super! Essen ist sehr gut, die Unterhaltung, dank Natel, auch ganz okay. Sie sagen um 19Uhr gibts Abendessen – Toll! Ich möchte zahlen – Nein, nein?!?

Sein Verwalter kommt wieder vorbei und sagt, ich darf auch die privaten Duschen und Toiletten benutzen. WOW!!!

19Uhr Abendessen. Chef Alexander, seine Frau macht die Buchhaltung, kommt pünktlich mit dem Auto angefahren. Wir zwei Essen am Tisch, seine Frau sitzt daneben, Angestellte stehen um den Tisch herum.

Wow, das kenne ich nur von der Türkei. Ich verstehe kein Wort, aber an der Lautstärke und Tonfall erkennt man sehr leicht, wer über wenn steht.

Der Platz ist 10 Jahre alt und zuvor war hier nur Sumpf Gebiet.

Ich sage seiner Frau, dass ich weder Blumen noch Pralinen dabei habe und zahlen möchte, aber nur ein Lachen und eine zweite Tasse Tee für mich. Frühstück gibt es um 9Uhr. Uff, so viel Gastfreundschaft bin ich nicht gewöhnt. Kann ja nicht mal 200 Wörter russisch…was für eine Ehr!

Es erstaunt mich, dass alle Geschäftsmänner nichts trinken, nur arbeitsfaule sieht man herum törkeln. Wieder etwas gelernt!

Ich bedanke mich viel mals und mach mich auf dem Weg zu Rosali. Der Mond geht auf und ich bin wieder ein mal der einzigste Camper weit und breit.

Mit vollen Bauch schreibe ich diese Zeilen und gehe ins mehr als glücklich ins Bett 😉

Кемпинг Camping

Die Nacht war richtig Still, nichts zu hören. Auch mein letzter Moskito ist nicht mehr zu hören 😉 Ich mache mir Kaffee und begehe den Platz, es gibt Duschen(kalt), Toiletten und Wasser. Nicht schlecht für so einen Platz.

Ich komme zurück und der Wächter ist auf, er versteht mich nicht, ich ihn nicht. Ohne iNet geht auch mein Übersetzer nicht. Er zeigt mir eine Europa Karte, wo ich den herkomme. Ich zeige auf südDeutschland und frage, ob ich 1 Tag hier bleiben kann. Ich höre kein ‚нет‘ und denke es ist okay. Ziegen und Schafe kommen den Hügel runter und die Hüterin nach einer Weile auch. Damit ist das Thema Camping beendet.

Ich mache mir Frühstück mit zwei 4min Eier und ein Leberwurscht? Brot, die Leberwurst schmeckt wenigstens so 😉

Den Schaden hinten versuch ich mit dem Schraubenzieher etwas zu richten. Den Rest muss meine Schraubergarage machen.

Wenn ich den Schraubenzieher gerade draussen habe, ziehe ich noch die Lampe an der Dinete nach und versuch mein Campingstuhl auch noch zu richten, helfe aber mit Klebstoff etwas nach. Hoffe es hebt jetzt.

Ich gehe auf den Hügel rauf um eine bessere iNet Verbindung zu finden. Aber da ist gleich gar nichts. Egal iNet kann warten.

Dafür finde ich 600m weiter eine verfallene Mühle und ein Herrenhaus dazu. Laut Berichten, ist es über 150Jahre alt und gehörte einem reichen Händler. Das Haus ist nur über eine Hängebrücke zu erreichen, also in etwa eine Wasserburg 😉

Als ich zurück komme bittet mich der Wächter sein Natel, mittelding zum Tablet, aufzuladen. Kein Problem, mach ich gerne 😉

Mittags geh ich zum Duschen, die Sonne hat die Leitungen aufgewärmt, so gibt es sehr lange lauwarmes Wasser 😉 Zurück zu Rosali, suche ich meine Ledersandalen, nicht drin, nicht draussen. 46 trägt kein Russe, der Verdacht fällt auf die Hunde. Ich finde auch einen Sandalen, stark verbissen. Den zweiten bleibt wohl bei den Hunden zurück. Schade um die Sandalen, waren ein Geschenk von Mladen und ich habe die Sandalen, nach der Einlaufphase sehr gerne getragen.

Der Platz muss ein wirklich guter Grassplatz sein. Die Ziegen/Schafe sind weiter gezogen, dafür sind jetzt Kühe an der selben stelle. Erstaunlich, dass es Schaf-, Kuhhirten überhaupt noch gibt 😉

Abends gibts für mich noch nationales Dorfliga Fussballspiel zu meiner Unterhaltung 😉

Wer den indian Sommer sucht, ist in Russland absolut richtig

Für den Sonnenuntergang steige ich wieder auf meinen Hügel hoch. Einfach toll 😉

Der Abend senkt sich und mein Guard macht sich sein Abendessen. Strom hat er nicht und Holz muss er jedesmal selber hacken. Ohne Sonne wird es schnell kalt und ich verziehe mich auch in Rosali.

Gute Nacht. Herrliche Stille 😉

Von Twer an Moskau vorbei nach Süden

Ich war in Twer noch Trauben im loklen Markt kaufen, da kosten zwei grosse Bündel gerade 85 Rubel, etwa 1.20€.

Im Laden hab ich noch Brot, Salate, geräucherter Fisch und klein Zeug gekauft.

Weiter auf der M10 Richtung Moskau, ich bin mir immer noch unschlüssig, ob ich da rein will.

Das ist kein Feinstaub, das sind Briketts 😉

Gegen Mittag kommt die grosse Ringstrasse von Moskau, 5 Spuren. Der Verkehr geht eigentlich, ab und zu stockt es, aber wenn man sich an die russische Fahrweise gewöhnt hat ist es doch sehr relaxed.

Der Russe fährt, wo er will und Geschwindigkeitsbegrenzung unter 100 sind mehr Empfehlungen für Auswärtige, denn er kennt jedes Schlagloch mit Namen 😉

Am besten finde ich, ist es hinter einem Auto hinter her zu fahren und einfach das gleiche wie er zu machen.

Von der Polizei habe ich so gut wie nichts mitbekommen, es gibt wohl Polizeikontrollstellen, da wird der Verkehr auf 50km/h herunter gebremst, aber die meisten Kontrollstellen waren nicht besetzt oder wollten von mir nichts wissen.

Ich beschliesse Moskau zu umfahren – Moskau kann ich jederzeit mit dem Flugzeug besuchen, wenn ich möchte – und fahre weiter auf der M4.

Es gibt einige Zahlstellen, die 130 bis 330 Rubel kosten. Bezahlt wird mit Creditkarte kontaktlos und ohne PIN. Also gleiches System wie in Frankreich, nur das die CC nicht eingeschoben werden muss. Tanken geht mit CC aber mit PIN. AmerikanExpress wird nirgends akzeptiert, ausser in Polen, sonst hab ichs auch nie versucht.

Die Sonne geht schon um 19Uhr unter und ich bin noch 1h vom Ziel entfernt.

7km vom Ziel entfernt, können sich meine zwei Navis (Waze und Magic Earth) sich nicht einigen. Ich halte bei 3 Jugendlichen und ein paar Häusern, aber plötzlich sind die verschwunden und die Haustüren schliessen sich alle von innen. Ich komme mir vor, wie im billigen Western, der Gringo reitet ein und die Bewohner sind weg…

Ich spüre hier bin ich falsch und versuche zu wenden. Da passierts, ich Ecke hinten an. Den Schaden schau ich mir morgens an… grummel!

Ich finde auch den Camping Platz, ausser zwei jungen Hunden keiner da. Ich schau mir den Platz direkt hinter dem Wärterhäuschen an und stelle mich für die Nacht da ab. Keine Lust auf Experimente. Ich hoffe, dass die Hunde mich bewachen, aus dem Wärterhäuschen höre ich auch Schnarchgeräusche, also Tee aufstellen und dann ab ins Bett. INet ist hier ganz ganz schwach.

Twer an der Wolga

Heute morgen begrüsst mich die Sonne vor meinem Wecker.

Ich mache Rosali start klar und lasse auf dem Sandweg noch Grauwasser ab. Bei Regen ist es wohl für mich unmöglich hier zu fahren.

Die Tankstelle ist gut besucht, aber das Abfüllen von Sprit in Metaleimern ist speziell.

Einen hot Dog gibt es auch, wohl den ersten und letzten den ich je wieder essen werde 😉

Auf der M11 fahre ich eine Tankstelle an um den Hotdog wieder los zu werden.

An der Zahlstelle sehe ich auch, wie ein Fahrer gleichzeitig drei LKWs fährt.

Der Diesel von heute morgen war wohl nicht gut. Komme auf der geraden gerade auf 110km/h und nach 300km tanke ich 40l nach. Leider kann ich hier nicht voll machen, sondern muss eine liter menge im Voraus kaufen.

Dafür Esse im neben an etwas leckeres

Meinen Stellplatz lasse ich sein, da ist der Weg sehr schlecht.

Es wird dunkel und ich hunde Müde, so stelle ich mich an einer Kirche über Nacht. Nicht der beste Platz, aber ich schlafe 9 Stunden lang.

Am Morgen gibt es zwei Kaffee und ich besuche die Kirche

Eine Kerze darf natürlich auch nicht fehlen, das ist meine Art von Kirchensteuer 😉

Das Wetter soll Ende der Woche richtig mies werden

und ich bin mir immer noch sicher, ob ich wirklich nach Moskau fahren will. Aber Moskau ist wie Rom, alle Wege führen nach Moskau. Ich werde es nach Strassen Verhältnissen und Verkehr auf mich zu kommen lassen.

Campingpark Sova

Heute morgen weckt mich der Wecker um 7Uhr, ich schau aus dem Bett und der Nebel ist über dem See. Ich gehe das Natel holen um ein Foto aus dem Fenster zu machen… 3 Stunden später wache ich wieder auf 😉

Blick aus dem Bett um 9:55 😉

Ich gehe duschen, werfe eine Ladung 60°C Wäsche in die Waschmaschine, Alexander (Besitzer) hilft mir bei der Bedienung und ich sage ihm, dass ich zwei Tage hier bleibe.

Der See ist toll und sehr sehr ruhig. Ausser mir sind nur 6 weitere Camper mit Wohnwägen hier, alles Russen keine Touris.

Ich schau mir die Umgebung an und staune immer wieder aus was man einen Grill bauen kann. LKWfelgen gehen also auch 😉

Ich suche was um mein Handtuch aufzuhängen und wundere mich über die grossen Holzwürmer…müssen wohl sehr schnelle Holzwürmer sein mit 9?mm Durchmesser? 😉

Die Ameisen bauen an ihrem Ameisenhügel, der ist richtig gross zu dem was ich von D kenne. Nach dem Foto ziehe ich mich schnell zurück, möchte ja nicht stören 😉

Pfifferlinge? gibt es massenhaft, aber was ich nicht genau kenne, bleibt stehen 😉

Die Trauben, was ich gestern gekauft habe, sind sehr viel kleiner, aber haben einen wunderbaren Geschmack.

Unsere Supermarkt Trauben werden wohl mit Wasser auf extra gross gezüchtet? Nur um Wasser zum Preis von Trauben kaufen zu können?!?

Ich versuche heute noch früher ins Bett zu kommen, damit ich morgen früh raus komme. Ich muss noch tanken, den die M11 hat noch keine Tankstellen und ich bin auf 1/3 unten.

Ich habe noch mit Alexander, er trinkt nicht, geredet auf dem Weg zur Toilette. Heute sind lokale Wahlen und wir sprechen über Politik: für ihn sind Ukrainer(Dombas? Region, Faschisten) und Polen(Atomwaffen) das grösste Übel. Für Deutschland hält er keine Integration von Muslimen für möglich, besonders die Türken und Araber sind für ihn unintegrierbar. Sein Grossvater, „Schneider“ mit Nachname wurde 1947 erschossen. Er war schon in den USA in Florida und Texas, sein Sohn lebt dort.

Ich höre gespannt zu, halte mich aber zurück. Es ist immer interessant andere Meinungen zu hören ohne diese zu Kommentieren.

Für mich sind solche Bilder momentan wichtiger 😉

Camping Platz zwischen StP und Moskau

Der Morgen beginnt und ich möchte gar nicht von StP weg. Die Stadt ist einfach mein Seelenweite.

Duschen, ja die Chinesen sind weg und keiner stört mich, Frühstück mit Ei. Warum sind die russischen Eier weniger Gelb?

Toilette leere ich in die Toilette und fülle meinen Frischwassertank voll. Ich gehe noch zur Bank, – auf dem Weg fällt mir ein Auto auf

– lade meine zwei SIM Karten mit je 600₽ auf, kaufe noch zwei verschiedene Trauben für 100₽ und ein süsses Stück auch für 100₽.

Im Laden neben an kaufe ich noch 4x5l Kanister. Das sollte gut für eine Woche reichen und mache Rosali Abfahrt fertig. Es ist schon Routine geworden, aber ich prüfe Gas aus, Treppe drin Kühlschrank gesichert und die 30 Punkte aussen immer doppelt.

Mein Lieblings Arbeiter, Türkmene, der im Container zwischen Dusche und WC mit Frau und Kind lebt, kommt vor bei und reicht mir die Hand zum Abschied. Ganz herzliche Leute! Ich frage ihm, ob er drinkt und er nickt etwas verlegen. Ich spring noch mal in Rosali, öffne den Kühlschrank und schenke ihm die angebrochene Vodka Flasche und er bedankt sich mit 1000 Worten. Beim nächsten Besuch in StP, habe ich einen Freund vor Ort 😉

Die Fahrt aus StP ist trotz Stau gut, auch den Verkehr kann ich jetzt viel Besser einschätzen. Eigentlich ist es kein Chaos, sondern sehr gut einschätzbar, es ist einfach anders, als ich es gewohnt bin. Ob besser oder schlechter kann und darf ich nicht beurteilen, da zu hab ich kein Recht. Ich bin Gast hier und habe mich als solchen auch zu benehmen.

Die Autobahn StP-Moskau, die M11 wird weiter ausgebaut und ist nagel neu, dafür sehr Monoton, oder ich vermisse schon den StP Verkehr? 😉

Ich mache eine Pause auf einem der Rastplätzen.

Parken auf russisch. Ist ja sonst keiner da, der die Plätze braucht, deshalb geht es schon in Ordnung 😉

Die etwa 150-200km kosten etwa 8€

Zum Campingplatz sind es nur 25km, aber die letzten 5km sind Piste.

Der Besitzer, Alexander, begrüsst mich wie einen alten Freund und zeigt mir stolz die Einrichtung. Ich wähle den Stellplatz direkt am See und Alex weisst mich fachmännisch ein. Check Level. Er hilft mir auch auf die Keile zu fahren und sagt, dass ich das Stromkabel nicht halb aufgerollt lassen soll, wegen Induktion. Upps, das wusste ich auch nicht. Wieder was dazu gelernt!

Der Blick über den See ist sehr schön

Ich mache mir noch einen heissen Tee und freue mich morgens auf dem Blick auf den See beim Aufwachen 😉

Doro Pesch im Zal in StPetersburg

Durch Zufall, oder durch die AI von meinen Natel, sehe ich das Doro Pesch nach Russland kommt.Ich kenne die Band Warlock seit den 80er Jahren und ab und zu besuche ich eins der Konzerte.Dieses Jahr ist Doro gerade auf Russlandtourne und zufällig am 6 Sep im Zal in StP, nur 6km von meinem Stellplatz entfernt.

https://zal.fm/doro

Neuer Song, zu meinem 50. Geburtstag:

https://www.nuclearblast.de/de/label/music/band/news/details/6111547.71109.doro-stellt-neue-single-und-video-vor.html

Natürlich lasse ich mir die Gelegenheit nicht nehmen und kaufe ein Ticket fürs KonzertBin gespannt, wie russische Fans sind und welchen Stellenwert Metal in Russland hat. Das Konzert, die Lokation und die russischen Metallfans übertreffen meine Erwartungen bei weitem.

St Petersburg Tag 4

Heute Regnet es bis Abends. Zwei Camper mit blauen Kennzeichen sind gerade angekommen und ich geh duschen.

Kaum den Kopf eingeseift, sehe ich einen Mann neben mir, mit Regenjacke, einen Ausweis um den Hals und einen gelben Eimer in der Hand. Ich schliesse die Auge und hoffe, das er weg ist wenn ich die Augen wieder öffne. Ich hatte gestern wirklich nur einen Cocktail, rosarote Elefanten mit gelben Punkte kenne ich da schon eher..

Aber der Typ ist immer noch da. Gibt es hier einen Alkohol limit beim Duschen? Soll ich jetzt den Eimer voll pissen? Was soll der scheiss??? Er fummelt an der Dusche direkt neben mir rum…ich denke wenn ich ihm helfe, verschwindet er schneller und dusche ihm mit ab. Aber er ist hartnäckig und lässt sich auch von meiner Nacktheit nicht beeindrucken. Einen halben Eimer voll warmen Wasser lässt ihn dann doch verschwinden. So was hab ich auch noch nie erlebt!!!

Ich mache ein Foto von den blauen Nummernschildern

Scheisse Chinesen! Die kennen wohl nichts, Hauptsache ihre Strassenküche läuft. Man, man…sowas macht kein Russe.

Ich berichte mit dem Berliner, der kommt ja direkt aus China, sei wohl so üblich, dass Leute scheissen und neben dran gegessen wird. Einen Guten!

Der Berliner, Mona und ich plaudern über Reisen und ich bekomme einen tollen Typ:

Ioverland app

Da sind sehr viele Campingplätze ausserhalb der EU verzeichnet 😉 Frühstücken und weiter plaudern, es regnet ja immer noch. Der Berliner gefällt mir, gute Einstellung und sehr viel Erfahrung. Trifft man selten 😉

Mona gibt mir noch 3xAAA Batterien für meine Taschenlampe, die ich in der BW Windjacke gefunden habe und eine Postkarte. Der Berliner mir einen Tee mit Honig. Coole Camper 😉

Gegen 17Uhr mach ich mich langsam parat in die Stadt zu gehen. Es wird aber trotzdem 18Uhr bis ich auf dem Weg zur Ubahn bin. Dank meinem Guide, Joker, aus dem wohnmobil.de Forum, weiss ich ganz genau wie ich den Weg finde. Danke Dir, Joker für all deine Mühen und Hilfe 😉

Zal ist einfach zu finden, der Club sieht wirklich gut aus. Die Vorgruppe ist nicht schlecht, serbisch/schweizer Band.

Ich gehe ein Bier holen und komme gleich mit 2-4-6 Russen ins Gespräch. Jeder kann etwas englisch, eigentlich sollte ich mich schämen für mein 200 Wörter Russisch, die ich nicht wirklich kann. Tolle, offene Menschen!

Doro beginnt mit Vollgas:

https://saschawill.home.blog/2019/09/07/doro-pesch-im-zal-in-stpetersburg/

Nach dem Konzert und 3 Bier, das dunkle Bier schmeckt wie flüssiges Brot und ich kann nur davon abraten, nehme ich ein Bolt nach ‚Hause‘.

Das sind 3,18€, damit darf ich nicht mal meinen Arsch in ein schweitzer Taxi setzen, geschweige 1m fahren.

Ich probiere meine neue Teekugel aus, schmeckt lecker

und gehe ins Bett mit einem dicken Grinzen im Gesicht 😉

St. Petersburg Tag 3

Wir haben noch zwei Camper bekommen. Zwei maulfaule Berner, die sich aber auf französisch Verabschieden und einen wortreichen Berliner mit seinem Monster, ist zwar nur 3.30m hoch, sieht aber viel grösser aus.

Kommt gerade aus China zurück.

Ich frühstücke zwei weiche Eier mit Mona, beschwere mich bei meiner Hausbank VR warum mein Sparbuch aufgelöst wurde, schenke unseren Arbeitern noch zwei Zigaretten, sie sind immer um uns und haben ein Auge auf alles. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, wir rufen uns ab und zu paar Wörter zu, wo bei ich denke er lernt schneller Deutsch wie ich russisch. Lustige Leute, wenn man bedenkt, das einer von ihnen mit Frau und einem? Kind im Container lebt, den ich zu erst als Toilette identifiziert hatte. Manchmal muss man hinter die Fassade schaun um die Struktur erkennen zu können…

Ich kaufe noch Wasser, Tee und Kaffee im Laden um die Ecke ein. Dann mach ich mich auf dem Weg in die Stadt.

Am Armeeladen kaufe ich zwei Schuhsäcke. Damit kann ich endlich meine Schuhe unter bekommen ohne Angst zu haben ich mache schwarze Striche auf dem Teppich, wenn ich die Schuhe mal frisch geputzt habe.

Weiter gehts in die Stadt, dies mal mit der Ubahn, es geht etwa 80m und ca. 45° nach unten. Wenn da mal der Strom ausfällt wirds lustig.

Die Metro ist zügig im Schliessen der Türen, meine Ferse war noch draussen und die Tür rumpelt dagegen, da geht auch nichts mehr auf, da muss man mit Gewalt ziehen, sonst fährt er so weiter 😉 Ich fahre auf Verdacht 4 Stationen weit.

Ich besuche eine ortodoxe Kirche, da kann man wohl wünsche aufschreiben, die der Prister vorbetet. Draussen gibt es eine Armenspeisung, schön, dass die Kirche direkt hilft.

Da sind viele Touristen und/oder Diebe. Ich kaufe ein Tshirt und leider ein Eis, das nach Gewicht verkauft wird. Ja tatsächlich nach Gewicht. Dafür kauf ich einem Straßenmusiker noch eine CD ab.

Katharina die Grosse und eine Brücke mit dunklen Gestalten drauf…die Bootstouren an doofe Touristen verkaufen.

Ich lasse den Abend mit einem leckern Cocktail ausklingen.

St. Petersburg Tag 2

Nachts hatte ich besuch von zwei Moskitos, ich nenne sie Mic und Muc. Ich habe mir schon überlegt eine CO2 Quelle in einer Hochlspannung Netzkugel zu bauen, da mit ich die Bister los werde.

Meine zwei Arbeiter beginnen mit der Arbeit und meine Nachtruhe ist vorbei

Morgends mit Mona, meiner Stellplatz Nachbarin gequatscht, schön Schwäbisch wieder mal zu hören 😉 Dusche ist super, – keiner ausser mir benutz das Teil, um so besser für mich – ich freue mich jeden morgen darauf 😉

Ich versuche den Mückenfriedhof von Rosali etwas kleiner zuhalten und putze so gut es geht den groben Dreck runter.

Um die Ecke ist eine kleine orthodoxe Kapelle, aber da ist wohl ein Gottesdienst mit einem Priester und einer Frau, beide singen laut und ich möchte nicht stören. Die Kapelle ist wohl den Feuerwehrmänner gewidmet.

Ich finde einen kleinen Armee Laden, sehr gute Qualität und günstige Preise.

Auch einen Tabakladen finde ich, der nicht nur eine grosse Auswahl hat, sondern die Besitzerin zeigt mir auch stolz ihren Humidor

Wenn ich zwei Tabak mische, finde ich genau meinen Geschmack. Komisch, das ich nicht früher auf die Idee kam

Der Himmel über StP ändert sich ständig, es kommt mir fremd aber sehr schön vor

Ich gehe in den Sommergarten, gestern war er geschlossen. Der Sommergarten kostet kein Eintritt und ist wunder schön angelegt.

Kleine Pavillons zum Sitzen und Ausruhen gibt es überall.

Eine Statue ist wunderschön ausgearbeitet, selbst in Rom findet man das nicht oft

Der Park ist so gross, dass die vielen Menschen sich sehr gut verteilen können.

Es gibt auch keine Penner, Bettler, Punks im Park, obwohl der Park kein Eintrittkostet. VbaiD!

Das Segelschiff (Restaurant) aus der Nähe

Ich bin erstaunt über die Preise, selten ein Gericht über 10€. Wenn ich nur daran denke was 1l stilles Wasser in Basel kostet (10CHF)…

Bei Nacht werden die Lichter eingeschaltet und StP bekommt einen noch schöneren Anblick

Das Militär übt den Transport, man sieht immer wieder Polizeiautos, gefolgt von zwei militär Fahrzeugen in der Stadt.

Aurora liegt im Hafen

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Aurora_(Schiff,_1900)

Ich gehe Essen. Heute gibt es Russischen Salat und Okroschka on kvas

https://www.kochwiki.org/wiki/Okroschka_auf_Kwas-Basis

Beides sehr lecker und schön angerichtet 😉

Zum Abschluss – denke ich – probiere ich einen Cocktail aus

Etwas süss, aber als Nachtisch sehr lecker.

Jetzt entdeckt mich Andrej und spricht mich an. Ich sage ich verstehe nichts, da gibt normalerweise jeder Russe auf, aber Andrej kann auch english und etwas tirolisch, ich bringe ihm bei wie man sagt: „ich bin ein Matrose von dem Navaer Segelclub“ dafür zahlt er mir Drinks um Drinks. Nein oder
Нет, versteht er nicht.

Ich bin übervorsichtig mit solchen Bekanntschaften, aber er erzählt mir, dass er deutsch-russe von der Wolga ist, auch blaue Augen hat, deshalb hat er mich wohl angesprochen, zeigt mir Bilder seiner Frau und Kind… das geht bis das Restaurant schliesst. Wirklich herzlich, wenn auch betrunken 😉

Auf dem Heimweg finde ich noch ein Auto, das wohl nur noch von Aufklebern zusammen gehalten wird

Zeit fürs Bett und Mic und Muc 😉

St Petersburg Tag 1

Der Verkehr ist Nachts recht laut, wenigstens für meine Ohren, die gerne Füchse, Hirsche oder das Meeresrauschen hören. Trotzdem verstummt der Verkehr Nachts zwischen 2 und 4 Uhr komplett 😉 Ich schlafe bis 9Uhr und gehe Duschen. Die Duschen sind weit unter unseren Festivalduschen, Russische Verhältnisse pur. Nach 2min kommt tatsächlich warmes Wasser aus der Dusche und ich bin zufrieden. Da ich die Duschen für mich alleine Habe, bin ich mehr als zufrieden 😉

Es gibt noch einiges an Rosali zu verbessern. Wasser von der 6l Flasche umfüllen. Zum Glück habe ich in Estland den kleinen klappbaren Trichter gefunden. Braucht keinen Platz und ist sehr hilfreich

Der Temperatur Regler nervt, nach Schlaglöchern oder Notbremsungen, finde ich den meist beim Staubsaugen oder in der feicht Mülltüte. Ich muss den mal ersetzen, finde aber nur komplett Stets für 40€… kommt auf die Liste für Reparaturen.

Mein Reifendruckwächter fällt auch ab und zu runter. Besonders auf den 12km Strasse in Lettland war Micha nur noch am aufheben. Nach der Hälfte der Strecke ist der TireMoni ins Handschuhfach gewandert.

Jetzt versuche ich es mal mit Kabelbinder.

Sollte es nichts bringen, dann kommt Ausbaustufe 2 mit Doppelklebeband ans Armaturenbrett.

Meine Eier liegen einfach im obersten Fach. Ich wollte da immer schon eine Lösung finden. Ich habe mir 10 Eier in einer Styropor Verpackung für 43.90 Rubel (62cent) gekauft, damit mache ich einen 8 Eier Behälter. Zuerst alles reinigen, wenn man es schon draussen hat 😉

Den Boden schneide ich mit dem Messer ein mal längs durch und fertig ist der 8er Eierhalter. Camperstyle 😉 Alles passt und die Türe schiesst. TipTop!

Ich will mich gerade auf dem Weg in die Stadt machen, da kommt einer der Arbeiter aufgeregt auf mich zu:

Eine Deutsche, eine Deutsche! Übersetzen!

Ruft er mir zu, ich denke: ja, davon gibt es 50Mio, aber was störts mich?!? Und meine 200 Wörter Russisch helfen wohl auch nicht weiter.

Es hilft nichts, ich muss mit. Eine WN im Bus steht neben mir. Wir tauschen uns kurz aus, sie kommt von Helsinki runter und will über Baltische zurück. Sie hat noch keine Rubel und ich helf ihr aus. Den Rest bekommt sie wohl selber hin.

MTC ist mein erstes Ziel heute. Ich finde einen Shop, aber natürlich nicht da wo Google den Shop angibt. Das arme Mädle ist überfordert, aber ich habe Googletranslate und viel Zeit, sehr viel Zeit! Okay, sie gibt auf und ich habe 20GB auf meine alte SIM. Für ganze 600 Rubel, etwa 8,50€. Wow! VbaiD!

Auf der Suche nach einem Tabakladen, sehe ich einen Bergsteiger – ach ne, das ist der lokale Maler 😉

Das nenne ich Einsatz, Anrüsten ist was für Weicheier! 😉 Die Stadt wächst mir ans Herz, mit den Menschen und ihre etwas totesverachtende Einstellung 😉

Spaziergang durch die Stadt:

Neben an ist eine Ari-Kaserne, schön sowas nicht im Museum zu sehen.

Der Sommerpalast, für mich zu laut:

Ein gut erhaltenes Segelschiff, sollte das Foto an die BW Marinebestandverwaltung weiterleiten, als kostengünstigen Ersatz der GorchFock II. Für 8.5Mil DM gebaut und für 125Mil € repariert? Euch ist wohl der Mast zu oft aufs Hirn gefallen…

Peter und Paul Festung, damit hat StPetersburg mal vor langer Zeit angefangen.

Es gibt auch kleine, ruhige Plätze, haben keinen grossen Namen, aber ich finde die Stille sehr angenehm.

Zufällig finde ich im Schaufenster Ersatz Fettauffangschalen für meinen Grill. Natürlich gehe ich rein und der Chef angelt mir persönlich die richtigen Schalen aus dem Schaufenster 😉

Ich beende den Tag in einer kleinen Kneipe mit Solyanka,

Dzhigurda

und Sea buckthorn Tanya. Die Bar arbeitet sehr sehr sauber. Wow!!! VbaiD! Es ist ein genuss dabei zu zuschaun.

Die Rechnung ist günstig 1495₽(21€), den Kaffee bekomme ich geschenkt. WOW!!! VbaiD!

Neben bei sehe ich das Doro am Fr 6 Sep im Club Zal in StP Auftritt. Keine 6km entfernt. Ticket

gekauft 😉

Auf direkten Weg zurück zu Rosali. Keine 11min zu Fuss.

Ich verlängere den Stellplatz bis Sa. Die gute Dame verrechnet sich um einen Tag, Mathe ist wohl nicht ihre stärke und wenn es keiner merkt, dann hab ich 1500₽ gespart, genau die Rechnung von heute Abend 😉

Ich Quatsche ich noch mit WN Bus -ja, habe ihren Namen vergessen und bekomme die 1500₽ zurück.

Ich baue die Russische SIM Karte ein und der Router zeigt blau an. BLAU=LTE also das beste Netz.

Besser kann ein Tag in einer fremden Stadt nicht laufen, vor allem wenn man kein Wort lesen und sprechen kann. 😉

Laagna Estland nach St. Petersburg Russland

Mein Wecker begrüsst mich um 7Uhr mit den aktuellen Wetterbericht. 15°C und Wolkenlosen Himmel. Ich gehe Duschen, aber das Hallenbad lädt mich zu 10 Bahnen schwimmen ein. Da ich weit und breit der einzigste Gast bin, geht es auch ohne Badehose.

Handtuch geht noch ein die Waschmaschine für 30min. Wow, die LG Maschiene ist neu und kann sogar per App gesteuert werden. Das kann nicht mal unsere daheim. VbaiD!

Der Stolperer gestern sieht nicht sehr schlimm aus.

Ein kurzes drücken und die Buchse ist wieder in ihrem Platz.

Wenn ich den Platz mit Deutschland vergleiche, müsste ich das 100fache Rechnen und ich hätte das Schwimmbad nicht rund um die Uhr zum Benutzen. Wow, so etwas ein mal im Leben erleben zu dürfen!

Jetzt noch GrauWasser ablassen und weiter gehts zur Grenze.

Ich fahre direkt an die Grenze. 10:30

Ein Este ruft mich zu sich und erklärt mir mit amerikanischem Akzent, wie die Grenze abläuft.

Zuerst „Narva waiting area“ anfahren, das ist 2.4km ausserhalb. Dann zu:

Station 1 (direkt bei der Einfahrt). Pass und Fahrzeugschein. Hier wird 4.50€ für irgend etwas verlangt. Dann darf man sich in eine Reihe 3-8 einordnen, die einem zugewiesen wird. Da wartet man, bis das Nummernschild aufgerufen wird.

Station 2 (Ausfahrt) Pass und Fahrzeugschein. Keine Ahnung was hier geprüft wird.

Dann gehts zum „Border checkpoint Narva 1“ etwa da wo ich zuerst Stand. Ich gehöre zur Klasse B PKWs und fahre an den Esten Grenzposten an. Aussteigen und Pass und Führerschein abgeben. Hier wird wohl alles elektronisch gespeichert. Es gibt keinen Laufzetel.

Weiter gehts ohne irgendeinen Check.

Jetzt stehe ich seit 1h auf der Brücke und es tut sich nichts. 12Uhr jetzt.

12 Uhr 30 werden die nächsten Autos bis zum Kontrollpunkt vorgelassen. Ein junger Grenzer schaut schnell ins Innere und frägt, ob ich alleine bin. Er drückt mir 2 Zettel auf Deutsch in die Hand und sagt:

Welcome to Russia!

Das ist doch mal eine nette Begrüssung 😉

Ich fahre zum Kontrollpunkt vor und fülle beide Zettel nach meiner Vorlage aus.

Den Pass kann ich schon mal vorzeigen und bekomme einen weiteren Stempel.

Jetzt fehlt nur noch die Autozettel abzugeben und die Wagendurchsuchung.

14:30 geschafft. Glatte 4h. Naja, hab ja fast damit gerechnet. Trotzdem hofft man, dass es schneller geht, viel schneller 😉

Die Kontrollen sind so was von lasch, da könnte ich eine SS125 oder 1to Drogen rein bringen. Ich denke, die Zöllner sind auf menschliche Kenntnis getrimmt. Sobald jemand Schwäche zeigt, schnappen die Zöllner nach. Das System funktioniert auch ohne Strom und Datenanbindung – erinnert mich an die BW in den ’90 😉

An der Tankstelle, passen wirklich 73l sehr günstigen Diesel (ca. 65cent) rein. Der Tank war wirklich leer, sehr gutes Timing 😉

Leider verpasse ich die kleinen Strassenstände an der Strasse, aber ich riskiere keine Vollbremsung wegen ein paar, sicherlich guten Früchten.

Der Verkehr und die Strassen um StP sind abenteuerlich, es innert mich an Barcelona in den ’80. Rosali schwimmt mit und dank des ADAC Trainings kommen wir locker durch. Pferde, Trettroller und parkende Autos in der 3. Reihe sind wohl, als normal anzusehen 😉

Den Stellplatz finde ich auf Anhieb. Waze ist echt gut bei sowas. 1500 Rubel, etwas mehr wie 22€ kostet er, mit Strom und Duschen/WC.

Ich mache noch einen Spaziergang um den Block

Ne, da will ich nicht hin. Das original ist schon nichts für mich.

Ich finde eine kleine Kneipe und bestelle Borsch. Das Schmalz mit Knoblauch und Kräutern ist wirklich lecker. Wow!

Mit Bier, Schnaps aufs Haus und Kaffee zahle ich keine 8€. Tallinn ich vermisse dich überhaupt nicht 😉

Morgen schau ich mir mehr an. Denke die Stadt ist nicht so schlecht, wie der Verkehr 😉

Laagna Caming

Heute wieder lange geschlafen, duschen, Russisch Lektion, Kaffee, bezahlen, Frischwasser auffüllen und schon war es fast 13h.

Ich habe mit einem Brasilanischen/Spanier noch geplaudert mit netten Motive auf der Seite

Falls jemand einen Grill braucht? Aus einer Gasflasche kann man zwei Grill bauen. Vorher noch das Gasablassen 😉

Heute nur 220km gefahren und meine Tankanzeige leuchtet auf. Perfekt getimed, der Diesel kostet statt 1.28€ in Estland nur 55-65Cent in Russland. Hinter der Grenze sind laut Karte 6-8 Tankstellen.

Die Strassen sind dank EU sehr gut und der Verkehr gering. Stau? Gibts hier nicht 😉

Beim Einchecken zahle ich ganze 16€. Das grüne Gebäude hat Dusche und WC erklärt mir die nette Dame im Empfang.

Ich parke ein, ausser mir ist keiner da und Strom ist auch da.

Ich mache einen kleinen Spaziergang, alles nett gepflegt auch wenn es Alt ist.

Unser eigener Brunnen mit Wasserturm !?!

Ein Storch? fliegt über mich hinweg.

Das kleine grüne Haus überrascht mich mit einem grossen Hallenbad mit Whirlpool. 33°C meine Temperatur. 😉

Ja, das ganze Bad ist meins – wenigstens für heute 😉

Das alles für 16€, ja ich bin echt Froh aus Tallinn draussen zu sein und keine Kreuzfahrer mehr erdulden zu müssen.

Russland kann kommen, ich freue mich darauf 😉

Ich wollte mir noch eine Tasse Tee machen, bevor ich ins Bett gehe. Da ich das Gas noch nicht auf hatte, hänge ja an Landstrom bin ich noch mals raus und direkt übers Kabel gestolpert. Grrrr – schau mir den Schaden morgen bei Tageslicht an. Bis jetzt funktioniert alles.

Der Plan für morgen ist nur Duschen und der Versuchung zu wieder stehen „mein“ Hallenbad und „mein“ Whirlpool zu geniessen. Cafe. Los um 8-9Uhr. Grenze 3-4h. Um 12Uhr sollte ich in Russland sein. Dann voll Tanken direkt hinter der Grenze. 15km von hier. Da kommt auch noch ein Spar Supermarkt etwa 12km hinter der Grenze. Da wollte ich meine Vorräte wieder auf stocken. Momentan ist alles aus. Laderaum leer, unterm Sitz noch Wasser und der Kühlschrank sieht auch traurig aus.

Wenigstens hat der nette Mann vom Zoll nicht viel zu tun 😉

Meine Einkaufszettel App ist klasse, ich sage an und die App schreibt. Sogar meine Frau, kann Änderungen daran machen 😉

Ich liebe die IT 😉